FUSSBALL- WM 2010 SOUTH AFRICA
  Gastgeberland
 

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Südafrika - South Africa
Koordinaten: 22°-35° S, 16°-33° O

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Die Republik Südafrika ist ein Staat an der Südspitze Afrikas. Das Land mit der Hauptstadt Pretoria liegt zwischen 22 und 35 Grad südlicher Breite sowie zwischen 17 und 33 Grad östlicher Länge (ohne Berücksichtigung der Prinz-Edward-Inseln). Im Süden und Südosten grenzt das Land an den Indischen Ozean und im Westen an den Atlantischen Ozean. Im Norden liegen die Nachbarländer Namibia, Botsuana und Simbabwe, östlich davon Mosambik und Swasiland. Das Königreich Lesotho ist eine Enklave, wird also vollständig von Südafrika umschlossen.

Einleitung

Südafrika ist ein ethnisch sehr gemischtes Land, in dem Menschen aller Hautfarben leben und das aufgrund dieser Vielfalt oft als Regenbogennation bezeichnet wird. Da die verschiedenen Volksgruppen aber nicht immer konfliktfrei nebeneinander lebten, beherrschten ethnische Probleme und Unruhen zwischen der weißen Bevölkerungsminderheit und der schwarzen Mehrheit die Geschichte und Politik des Landes. Die National Party, Partei der niederländisch-stämmigen Buren, richtete nach ihrem Wahlsieg im Jahr 1948 das weltweit geächtete System der Apartheid ein, das jedoch schon vorher unter der politischen Führung der britisch-stämmigen Staatsführung ihren Anfang nahm und bis kurz nach der Wahl des gemäßigten Präsidenten Frederick Willem de Klerk Bestand hatte. Die Wende in der Politik im Jahr 1990 wurde durch den jahrelangen Kampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheit der Bantu-Völker unter ihrem politischen Führer Nelson Mandela, der auch 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt wurde, erreicht. Ein ungelöstes Problem ist, dass die khoisanide Altschichtbevölkerung, welche überwiegend noch als Wildbeuter leben, heute in ihrem Überleben bedroht ist. Südafrika ist außerdem eines der wenigen Länder in Afrika, in dem noch nie ein Staatsstreich stattgefunden hat. Freie und geheime Wahlen werden seit Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt, zu gleichen Wahlen wurden sie allerdings erst 1994, als es auch der nicht-weißen Bevölkerung erlaubt wurde zu wählen. Die Wirtschaft des Landes ist die bedeutendste und weitestentwickelte auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, mit gleichmäßig verteilter guter und moderner Infrastruktur über das ganze Land.
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Nelson Mandela, Präsident der Republik Südafrika 1994 - 1999


Klima und Vegetation

Südafrika hat eine große Anzahl von Klimazonen. Von extremer Wüste in der Kalahari an der Grenze zu Namibia bis zu subtropischem Klima im Südosten und an der Grenze zu Mosambik. Das allgemeine Klima ist durch die Lage am südlichen Wendekreis überwiegend sonnig und trocken. Schnee gibt es im Winter meist nur in den Gebirgen. Die über das Jahr verteilten Niederschläge nehmen von Südosten nach Nordwesten ab, gleichzeitig nehmen die Temperaturen zu. Durch seine Größe und mehrere Faktoren (Meeresströme, Höhenlage) bedingt, variiert das Klima zwischen den verschiedenen Teilen des Landes: das Klima der Westküste ist durch den Benguelastrom aus der Antarktis kühler und trockener. An der Ostküste sorgt der Agulhasstrom aus dem Indischen Ozean für ein eher feuchtes und warmes Klima. Die Lage auf der Südhalbkugel führt dazu, dass die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt sind. Im Winter, zwischen Juni und August, kann in den Drakensbergen, auf dem Highveld und in Johannesburg (1753 m) und Umgebung Schnee liegen, abends und nachts ist es dann sehr kalt. Tagsüber steigen die Temperaturen auf etwa 23 °C, im Sommer auf 30 °C. Im Boland, der Region um Kapstadt (15 m), herrscht im Winter kühles Klima mit Nieselregen. Von November bis März ist es dort warm bis heiß und trocken. In den Küstengebieten KwaZulu-Natals, u.a. in Durban (5 m) und entlang der Ostküste ist die Luftfeuchtigkeit hoch, es weht jedoch meist ein kühlender Wind vom Meer. Die Temperaturen liegen hier ganzjährig etwa zwischen 25 und 35 °C. Das Plateau im Osten des Landes ist durch warme, aber selten unangenehm heiße Temperaturen gekennzeichnet. In der Karoo-Halbwüste und der Kalahariwüste kommt es dagegen zu extrem hohen Temperaturen. Am Westkap weht eine ständige, frische Brise, die Sommer sind warm und selbst die Winter milde. Die Südküste ist durch ein gemäßigtes Klima charakterisiert. Es überwiegt eine Trockenvegetation mit ausgedehnten Savannengebieten, die im Westen in die Kalahariwüste und im Südwesten in die Karoo übergehen. Geschlossene Waldbestände finden sich nur im regenstarken Osten und Südosten.

Wirtschaft


Seit den 1970er Jahren hat sich Südafrika vom Schwellenland zu einem wohlhabenden Industriestaat mit stabiler Regierung entwickelt und wird daher von der UNO und der EU zur Ersten Welt gerechnet, während die ländlichen Gebiete in den ehemaligen Homelands eher noch einem Entwicklungsland ähneln. Das Land ist sehr reich an Bodenschätzen, besonders die großen Vorkommen an Gold, Diamanten, Kohle, Platin, Chrom, Eisenerz und Palladium im Witwatersrand stärkten die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Jahrzehnten. Im Jahr 2002 lag der Anteil Südafrikas an der Goldproduktion auf dem Weltmarkt bei 15%. Das Land hat, wie auch Australien oder Chile, stark an der - vom Rohstoffhunger der Schwellenländer Indien und China getriebenen - weltweiten hohen Nachfrage nach Rohstoffen profitiert, die Wettbewerbsfähigkeit des südafrikanischen Bergbaus wird aber durch häufige Streiks aufgrund der mangelhaften Löhne und Arbeitsbedingungen und aufgrund der schlechten Energieversorgung für die energieintensiven Branchen geschwächt. Südafrika hat außerdem ein gut entwickeltes Finanz- und Rechtssystem und eine allgemein gut ausgebaute Infrastruktur (Kommunikations-, Energie- und Transportwesen). Obwohl die letzten zehn Jahre vom Wachstum geprägt waren, liegt die Arbeitslosenquote bei etwa 27% (Stand: Januar 2006), und die Nachwirkungen der Apartheid, vor allem Armut und wirtschaftliche Benachteiligung der nicht-weißen Bevölkerung, sind noch nicht beseitigt. Weitere Probleme sind eine hohe Kriminalitätsrate, Korruption und HIV/Aids. Anfang 2000 kündigte Präsident Thabo Mbeki an, das Wirtschaftswachstum und die Investitionen durch die Auflockerung des Arbeitsrechts, die Privatisierung staatlicher Betriebe und die Senkung der Staatsausgaben zu fördern. Diese Bestrebungen stoßen auf harten Widerstand von Seiten der organisierten Arbeitnehmerschaft. Die Einführung von Mindestlöhnen führte in Südafrika zu einer vermehrten Entlassung von nicht mehr bezahlbaren Landarbeitern und zu einer entsprechenden Landflucht und Arbeitslosigkeit. Ein weiteres Problem der südafrikanischen Wirtschaft ist das fehlende Wissen im Verwaltungsbereich. Öffentliche Stellen wurden in den vergangenen Jahren oftmals an verdiente, aber manchmal verwaltungstechnisch auch inkompetente, Widerstandskämpfer gegen das Apartheidregime vergeben. Diese Praxis wird oftmals in den südafrikanischen Medien als Nepotismus bezeichnet. Um die wirtschaftliche Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung zu beenden, versucht die Regierung Mbeki seit einigen Jahren, im Rahmen des Black Empowerment-Programms, Stellen in der Verwaltung und in den großen Industriekonzernen vermehrt mit schwarzen Bewerbern zu besetzen; Vertreter der weißen Bevölkerung kritisieren an dieser südafrikanischen Variante der affirmative action, dass die Leistung nicht mehr im Vordergrund stehe und dringend benötigte Fachkräfte wie z.B. Ingenieure reagieren mit der Auswanderung v.a. nach Australien, Kanada und in die USA. Trotz der geschilderten Probleme hat sich Südafrika in den letzten Jahren wirtschaftlich positiv entwickelt. In dem geplanten Budget für das Jahr 2007 wird derzeit sogar mit einem Haushaltsüberschuss gerechnet. Trotz der zahlreichen laufenden Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur und der Sicherheit im Land, konnten in vielen Bereichen Steuersenkungen beschlossen werden. Angestellte, besonders aber Arbeiter mit niedrigeren Einkommen, werden weniger Steuern abführen müssen, kleine und mittlere Betriebe sollen steuerlich entlastet werden. 90 % der Energie wird aus Kohlekraftwerken gewonnen. Südafrika setzt auch auf die Atomenergie. Der Industrieminister Alec Erwin ist der Meinung, dass regenerative Energien nur etwas für reiche Industrieländer seien und kündigt für 2007 den Bau eines zweiten Atomkraftwerks an.[4] Ein Überbleibsel der Apartheid ist eine relativ große Rüstungsindustrie mit insgesamt rund 700 Firmen. Fast alle Rüstungsgüter können, teilweise als Lizenzfertigung, im eigenen Land hergestellt werden. Der Beitrag der verschiedenen Wirtschaftssektoren zum Bruttosozialprodukt liegt bei 64% durch den Dienstleistungssektor und 32% durch die Industrie, wozu heute auch eine entwickelte Autoindustrie zählt, u.a. befindet sich in dem Land eines der größten Werke des deutschen Autobauers BMW. Obwohl nur 4% des südafrikanischen Bruttosozialprodukts aus der Landwirtschaft stammen, ist das Land der drittgrößte Exporteur von Agrarprodukten in der Welt. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Rohstoffförderung (weltweit größter Förderer von Platin, Gold, Chrom, Diamanten), Metallverarbeitung, Eisen- und Stahlproduktion, und die Nahrungsmittelproduktion (Getreide, Zuckerrohr, Obst und Gemüse, Fleisch, Weinanbau). Das Bruttosozialprodukt beträgt 115 Mrd. Euro und ist damit das höchste aller afrikanischer Staaten. Südafrika ist an mehreren regionalen Wirtschafts- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
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Downtown Johannesburg


Infrastruktur

Flugverkehr
Die beiden größten und wichtigsten Flughäfen des Landes liegen in Johannesburg und Kapstadt. Die staatliche südafrikanische Fluglinie South African Airways (SAA) bietet internationale Verbindungen von und zu diesen beiden Flughäfen. Auch andere große internationale Fluggesellschaften wie Lufthansa/Swiss, British Airways, Iberia, Air France oder KLM fliegen täglich nach Johannesburg oder Kapstadt. Für Inlandsflüge in Südafrika oder Flüge in afrikanische Nachbarstaaten bestehen viele Angebote von SAA, Comair, Nationwide, Kulula.com, 1time oder Air Namibia. Des Weiteren werden auch kleinere Flughäfen wie George, Durban, Port Elizabeth, East London, Pretoria, Lanzeria oder Bloemfontein angeflogen.
Bahnverkehr
In Südafrika verkehren auf einem Schienennetz der Spoornet von rund 24.000 Kilometern regelmäßige Passagierzüge zwischen den größeren Städten, aber auch auf Nebenstrecken. Alle Nachbarländer sind von Südafrika aus mit grenzüberschreitendem Bahnverkehr zu erreichen, mit Ausnahme von Mosambik. Hier ist eine Bahnstrecke von Johannesburg nach Maputo in Bau. Für den Tourismus gibt es etliche wichtige und sehenswerte Bahnverbindungen. Der Trans-Oranje-Express fährt wöchentlich die Strecke von Kapstadt über Durban und Kimberley nach Bloemfontein und benötigt dafür etwa 37 Stunden. Der Trans-Natal-Nacht-Express fährt täglich in 13,5 Stunden von Durban nach Johannesburg, der Luxuszug Blue Train und der Rovos Rail verkehren zwischen Pretoria und Kapstadt. Ein im Bau befindliches Bahnprojekt ist der Gautrain, der dem Nahverkehr im Ballungsraum Johannesburg/Pretoria dienen soll. Die Fertigstellung ist für 2010 geplant.
Busverkehr

Internationale Busverbindungen stellen die Linien Intercape Mainliner von Windhoek nach Kapstadt und Translux von Harare über Bulawayo nach Johannesburg her. Translux verkehrt wie die Greyhound Coach Lines, die Baz-Busse und Intercape auch innerhalb Südafrikas. Die Haltestellen sind oft flexibel. Straßennetz und Autoverkehr In Südafrika herrscht Linksverkehr. Südafrika verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, mit Autobahnen in und zum Teil zwischen den Großstädten, z.B. die N3-Autobahn zwischen Johannesburg und Durban. Das gesamte Straßennetz umfasste 1996 etwa 358.596 km, wovon nahezu 59.753 km geteert sind. Anders als in Deutschland gibt es in Südafrika Höchstgeschwindigkeitsbegrenzungen. Diese liegen bei 120 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Landstraßen und 60 km/h innerhalb der Ortschaften. Große Teilabschnitte der Autobahnen des Landes sind heute gebührenpflichtig und mit einer gestaffelten Autobahngebühr je nach Fahrzeuggröße belegt. Da das öffentliche Transportsystem schlecht ausgebaut ist, sind viele Pendler auf Sammeltaxis, Busse oder den Individualverkehr angewiesen. Dies erhöht das Verkehrsaufkommen auf den Straßen erheblich und führt während der Hauptverkehrszeiten zu überfüllten Autobahnen und Staus in den Großstädten.
Fahrradverkehr
Für viele Südafrikaner ist das Fahrrad ein gebräuchliches Verkehrsmittel. Besonders in ländlichen Gegenden sind Fahrräder für die ärmere Bevölkerung oft das einzige erschwingliche private Transportmittel. Angesichts der bisweilen großen Entfernungen, der Topografie und der klimatischen Verhältnisse sind Fahrradfahrer im Straßenbild dennoch insgesamt recht selten anzutreffen. Ferner ist es gefährlich, in Südafrika auf städtischen Straßen mit dem Fahrrad zu fahren (nach der Regierungswebsite Arrive Alive gibt es einen deutlichen Anstieg an für Fahrradfahrer tödliche Unfälle).[5] Die hauptsächliche Ursache sind wahrscheinlich der Fahrstil und die Ungewohntheit der Autofahrer an Radfahrer. In den Städten gibt es eher wenige Hobby- und Sportradler. Sie werden vom Tri-Cycling Magazine informiert. Radwege existieren nur selten. Die Argus Tour, die im März auf einer 105 Kilometer langen Route auf der Kap-Halbinsel stattfindet, gilt mit 35.000 Teilnehmern als eine der weltgrößten Eintagesradtouren überhaupt.


Weinanbau


Südafrikas Weinkultur ist unter den Wein produzierenden Ländern auf den vordersten Plätzen zu finden. 425 Güter im Land produzieren fast 4000 verschiedene Weine. Die bekannten Weinortschaften Stellenbosch, Franschhoek, Paarl und Somerset West bilden die Weinhochburg in der Provinz Westkap. Mehr als 300 Weingüter sind allein in diesem Weinanbaugebiet angesiedelt und selbst am Stadtrand von Kapstadt wird Wein im Weinanbaugebiet Constantia erzeugt. Wichtige Weinauktionen finden in Paarl statt, wo auch die fünf größten Weinfässer der Welt stehen. Seit 1994 hat sich Südafrikas Weinexport von 51 Millionen auf 235 Millionen Liter im Jahr 2006 nahezu verfünffacht, der größte Teil der Gesamtproduktionsmenge von 710 Millionen Litern wird jedoch im Land selbst getrunken. Deutschland ist nach England und den Niederlanden der drittgrößte Importeur für südafrikanische Weine.

Tourismus

Der Tourismus hat sich seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zu einem sehr wichtigen Wirtschaftsfaktor Südafrikas entwickelt. Bedeutende Sehenswürdigkeiten des Landes sind unter anderen:
* Sun City mit benachbartem Pilanesberg-Nationalpark
* Kruger-Nationalpark
* Kapstadt mit Tafelberg und Kaphalbinsel (Kap der guten Hoffnung)
* Weinland um Stellenbosch, Franschhoek und Paarl
* Johannesburg und Witwatersrand, bekannt auch für die Goldminen
* Garden Route
* Sandstrände des Indischen Ozean um Durban
* Drakensberge
* Blyde River Canyon
Im Jahr 2005 wurde der Tourismusanteil vom Bruttosozialprodukt schon auf mehr als 7% geschätzt. Im Jahr 2002 besuchten mehr als sechs Millionen Touristen das Land. Ungefähr 3% der erwerbstätigen Südafrikaner arbeiten in der Tourismusbranche, für die weitere Zuwachsraten prognostiziert werden. Am 13. Mai 2002 präsentierte der südafrikanische Umwelt- und Tourismusminister Mohammed Valli Moosa Leitlinien für eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung in Südafrika. Damit soll nicht nur der Tourismus im Lande gefördert, sondern vor allem die einheimische Bevölkerung in die Planung und Entwicklung des Tourismus einbezogen werden. Besonders die ärmeren Schichten sollen so direkter vom Tourismus profitieren.


Einreisebestimmungen

Die Einreise nach Südafrika ist für die meisten unkompliziert und einfach. Bei Ankunft in Südafrika erhalten Bürger von Skandinavien, den USA und den meisten EU-Ländern automatisch einen kostenlosen Einreisesticker (Entry Permit Sticker), der aussagt, wie lange sie im Land bleiben dürfen. Diese automatische Einreiseerlaubnis gilt üblicherweise bis zu 90 Tage, obwohl der Einwanderungsbeamte den Zeitraum auf die im Flugticket angegebene Zeit zuschneiden wird. Für Staatsbürger einiger anderer Länder gilt diese Erlaubnis ebenfalls, jedoch nur für bis zu 30 Tage. Wenn Besucher einen längeren Aufenthalt planen, müssen sie ein Visum beantragen, denn die automatische Einreiseerlaubnis könnte dann nicht ausreichen.

Küche

In der südafrikanischen Küche liegt der Schwerpunkt auf Fleischgerichten aller Art, woraus sich auch eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Südafrikaner entwickelt hat: das Grillen (Afrikaans: Braai). Typische Gerichte und Speisen für den Braai bei der weißen Bevölkerung sind Boerewors (eine scharfe, grobe Wurstsorte), Steaks, Lamm-, Schweinekoteletts oder Fisch über Holzkohle gegrillt. Die Küche der schwarzen Bevölkerung ist dominiert von schlichten Gerichten und kann daher als Arme-Leute-Küche bezeichnet werden, die vor allem von den ärmeren Schichten der Bevölkerung gegessen wird. Bekanntestes Gericht hier ist Millie Pap, eine Art Maisbrei. Eine weitere Spezialität ist Biltong, eine Art getrocknetes Fleisch vom Rind oder Wild, das in Südafrika oft als Snack gereicht wird. Des Weiteren entwickelte sich Südafrika zu einem großen Weinproduzent und einige der besten Weingüter der Welt befinden sich in den Tälern von Stellenbosch, Franschhoek und Paarl. Die kulinarische Auswahl wird heute von allen Einwohnern des Landes genossen und auch von den zahlreichen Touristen sehr geschätzt.

Musik

Eine sehr große Vielfalt lässt sich auch in der Musikszene beobachten. Aufbauend auf Rock ’n’ Roll und Swing ist in den 1950ern die Kwelamusik entstanden, die später in den Cape Jazz mündete. Viele schwarze Künstler, die während der Apartheid in Afrikaans oder Englisch sangen, singen heute in ihren traditionellen afrikanischen Sprachen, es entwickelte sich ein spezieller südafrikanischer Musikstil, Kwaito genannt. Bekannte Repräsentanten dieser Musikrichtung sind Brenda Fassie, die mit ihrem Song Weekend Special – allerdings in Englisch gesungen – sogar die britischen Charts erreichte, oder auch die Gruppe Ladysmith Black Mambazo, die durch den US-amerikanischen Musiker Paul Simon bekannt wurde. Das Soweto String Quartet führt klassische Musik mit afrikanischen Beigaben auf. Die weißen und farbigen Musiker und Sänger vermeiden tendenziell die traditionellen afrikanischen Musikstile und pflegen daher eher europäische Musikkultur. Außerdem gibt es im Land einen wachsenden Markt für Musik auf Afrikaans, die sehr häufig Elemente der Country-Musik enthält. Eine weitere wichtige Vertreterin südafrikanischer Musik ist Miriam Makeba. Sie engagierte sich gegen die frühere Apartheids-Politik und wurde für ihre Einstellung Ende der fünfziger Jahre aus dem Land ausgewiesen.
Quelle: Wikipedia
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